Virale hämorrhagische Krankheit (VHK, RHD, Chinaseuche)
Die Viruserkrankung ist hoch ansteckend und geht einher mit hohen Tierverlusten. Meist innerhalb weniger Stunden und Tage. Eine Ansteckung erfolgt durch den Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen der kranken Tiere. Auch eine indirekte Uebertragung durch den Menschen (Kleider, Hände etc.) oder durch die Luft ist nicht ausgeschlossen. Es sind drei Verlaufsformen bekannt. Gesund = tod, ohne Anzeichen oder mit Nasenbluten. Andere zeigen Symptome wie Benommenheit, schwere Atmung und ersticken, Nasenbluten ebenfalls möglich. Die letzte Form verläuft mild, Störungen des Allgemeinbefindens, führen meist nicht zum Tod.
Vorbeugung: jährliche Impfung empfehlenswert
Quarantäne nach Zukäufen!
Behandlung: nicht möglich

Kokzidiose
Kokzidien sind winzige Parasiten mit einem komplizierten Entwicklungszyklus. Sie siedeln sich im Darm, seltener in der Leber an. Die resistenten Oozysten werden mit dem Kot ausgeschieden. Die Tiere infizieren sich über verschmutztes Futter, verschmutzte Gefässse und durch Kot. Je nach Schweregrad kommt es zu leichten bis schweren Gesundheitsstörungen. Diese können sich durch körperliche Schwäche, Appetitlosigkeit und Durchfall äussern.
Vorbeugung: regelmässige Stall- und Freilandreinigung
geziehlte Behandlung der Weibchen spätestens 10 Tage vor dem werfen mit
z.B. Sulfonamiden
Futter mit Kokzidiostatikum verabreichen
Behandlung: Antibiotika, Heilung möglich
Ansteckender Kaninchenschnupfen
Als Erreger dieser Krankheit kommen mehrere Bakterien wie Pateurella multocida und Bordetella bronchiseptica in Frage. Die Krankheit ist oft in Zusammenhang mit der Pasteurellose anzutreffen. Ein genaue Diagnose bringt nur ein Nasenabstrich.
Der Schnupfen äussert sich durch eitrigen Nasenausfluss, erschwerte Atmung und häufiges Niesen. Die Tiere fressen kaum und sind wenig aktiv, teilweise apathisch. Eine Mittelohrenzündung oder Bindehautentzündung kann dazu kommen.
Vorbeugung: Gute Hygiene, Quarantäne bei Neuzukäufen
Impfung möglich (umstritten) min. 2x jährlich
Behandlung: Antibiotische Behandlung je nach schweregrad möglich, Nasenabstrich

Pasteurellose
Die Pasteurellose ist eine hochansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Pasteurella mutocida verursacht wird. Oft mit Kaninchenschnupfen verbunden. Tiere aller Altergruppen können befallen werden. Die Tiere sind oft Träger dieser Krankheit, ohne das diese zum Ausbruch kommt. Sie stecken sich durch direkten Kontakt und über gemeinsam benutzte Gefässe an. Stresssituationen wie Wetterwechsel, Umzug, Transport etc. können die Krankheit ausbrechen lassen. Je nach Organinfektion kommt es zu Schnupfen oder einer Lungenentzündung. Es kann auch zu unerwarteten Todesfällen kommen. Die Symptome können auch sehr schleichend auftreten.
Vorbeugung: gute Hygiene, Quarantäne bei Neuzukäufen
Trink- und Futtergeschirre täglich mit heissem Wasser reinigen
Futterreste immer entfernen
Behandlung: Antibiotika, Nasenabstrich
Stallspezifischer Impfstoff möglich

Enzephalitozoonose ( oft Schiefhals genannt)
Sie wird durch einen sporenbildenden Einzeller Namens Encephalitozoon cuniculi verursacht. Er kommt bei allen Nagern vor. Die infektiösen Sporen werden über den Harn ausgeschieden und können so von anderen Nagern über infiziertes Futter oder Einstreu wieder aufgenommen werden. Der Erreger befällt vor allem das Gehirn oder die Nieren, wo er oft zu milden, chronischen Enzündungen führt. Die Tiere zeigen oft keine Symptome. Manchmal treten Störungen des Zentralnervensystems auf, wie Bewegungsstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Kopfschiefhaltung. Auch Lähmungen sind nicht selten.
Vorbeugung: gute Hygiene, Futter und Streu "Mäusefrei" lagern
sonst leider schwer vorzubeugen
Behandlung: Blutuntersuchung, mehrwöchige Behandlung mit Antiparasitikum und
Antibiotika möglich. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto
grösser sind die Heilungschancen

Abszesse

Ein Abszess ist eine Eiter enthaltende Aushöhlung, die von einer Kapsel von angeschwollenem entzündetem Gewebe, für Gewöhnlich das Ergebnis einer bakteriellen Entzündung, umgeben ist. Der Eiter ist eine Anhäufung von abgestorbenen Zellen, als Ergebnis der Bekämpfung der Infektion. Er ist sehr aggressiv und kann auch die Knochen massiv angreifen und zerstören. Außerdem ist der Eiter sehr zähflüssig, ungefähr die Konsistenz von Zahnpasta, und kann von alleine nicht abfließen.
Abszesse können an jedem Körperteil auftreten, meist dadurch, dass durch Verletzungen Bakterien in den Körper gelangen. Aber auch eine entzündete Zahnwurzel oder ein verstopfter Tränenkanal kann der Auslöser sein. Viele Abszesse wachsen nach innen, so dass sie leider erst ziemlich spät bemerkt werden. Zu erkennen sind sie an Schwellungen oder Knötchen am Körper. Sollten Sie diese bemerken, dann gehen Sie mit ihrem Kaninchen so schnell wie möglich zum Tierarzt. Behandlungsmethoden für einen Abszess gibt es viele, welches die Beste für ihr Kaninchen ist, wird der Tierarzt entscheiden. Allerdings ist eine Abszessbehandlung oftmals eine sehr langwierige Sache, bei der sehr viel Geduld erforderlich ist.


Augenentzündung

Bei einer Augenentzündung ist das Auge gerötet, tränt und mit einem weißlichen Schleim überzogen. Das Kaninchen kneift das Auge zu. Meist wird eine Augenentzündung durch Zugluft verursacht, daher sollten Sie auch darauf achten, dass Sie den Käfig nicht an einem zugigen Ort aufstellen. Möglich ist aber auch eine bakterielle Erkrankung, z. B. durch Pasteurellen. Das Kaninchen sollte einem TA vorgestellt werden, der es untersucht und entscheidet, welche Art von Augensalbe oder Tropfen zu geben ist.
Bitte niemals mit Kamillentee an das Auge des Kaninchens gehen, da dieser die Schleimhaut austrocknet. Durch die winzig kleinen Partikelchen im Tee wird das Auge außerdem noch zusätzlich gereizt.


Bandwürmer

Die Ansteckung mit einem Bandwurm erfolgt über die Aufnahme von Moosmilben im Frischfutter. Der Bandwurm wächst dann im Dünndarm des Kaninchens zu einem 40-60 cm langen Wurm heran. Das Kaninchen bekommt eine Darmschleimhautentzündung und magert ab. Manchmal sind weiße Bandwurmglieder im Kot nachzuweisen. Das Kaninchen muss dringend von einem Tierarzt behandelt werden.


Blasenerkrankungen

Es gibt mehrere mögliche Ursachen, die eine Blasenerkrankung auslösen. Dies können zum Beispiel eine bakterielle Entzündung, Harngries oder Blasensteine sein. Eine Blasenerkrankung ist, wie für den Menschen auch, für das Kaninchen sehr schmerzhaft. Das Kaninchen verliert nur Tröpfchenweiße unter großer Anstrengung Urin. Das Fell ist um die Genitalregion feucht und es können Hautreizungen auftreten. Der Urin kann von Blut rot gefärbt sein, dabei ist allerdings zu unterscheiden, dass auch viele Nahrungsmittel (z. B. Möhren, Löwenzahn) den Urin rot färben. Das Tier muss sofort von einem Tierarzt behandelt werden.


Blasenschlamm oder Harngries

Blasenschlamm oder Harngries ist eine schlammige Ablagerung in der Blase. Er kann, besonders wenn das Kaninchen dafür anfällig ist, durch ein Zuviel an Calciumreicher Nahrung führen. Sie erkennen dies, wenn der getrocknete Urin ihres Kaninchens weiße, kreideartigen Flecken hinterlässt. Bei noch flüssigem Urin sind deutlich kleine Kristalle erkennbar. Mit der Zeit kann Harngries zu Blasensteinen und Harnwegsinfektionen führen. Sie sollten daher sehr calciumhaltige Nahrungsmittel vermeiden.


Blasensteine

Blasensteine entstehen durch eine zu calciumhaltige Fütterung oder eine chronische Blasenerkrankung. Das Kaninchen hat Schwierigkeiten beim Urin absetzen, der meist eine schleimige Konsistenz aufweist. Nach dem Trocknen des Urins bleiben weiße kreideartige Flecken zurück. Das Fell ist um den Genitalbereich feucht und die Haut kann Reizungen aufweisen. Die Bauchdecke ist gespannt und schmerzempfindlich. Es kann Blut im Urin vorhanden sein. Blasensteine können auf Röntgenaufnahmen gesehen werden und müssen operativ entfernt werden. Das Kaninchen muss so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden.


Chinaseuche (RHD )
 

Die Chinaseuche (RHD) wird durch ein, aus China kommendes, Virus ausgelöst. Das Virus wird durch den ausgeschiedenen Kot und den Körperflüssigkeiten der erkrankten Tiere übertragen. Das Virus ist danach noch ungefähr sieben Monate lang lebensfähig und kann an der Kleidung oder Gegenständen, die mit dem erkrankten Kaninchen in Berührung kamen, haften. Bei dem perakuten Verlauf sterben die Tiere in der Regel sehr schnell, ohne dass sich vorher Anzeichen für eine Erkrankung gezeigt haben. Sie bekommen Erstickungskrampfanfälle und schreien sehr oft noch einmal schrill auf. Beim akuten Verlauf sterben die Tiere ungefähr 1-3 Tage nach den ersten Krankheitsanzeichen. Das Kaninchen ist müde und schlapp. Es wirkt apathisch und nimmt keine Nahrung mehr zu sich. Es hat Fieber. Es gibt aber noch eine mildere abgeschwächte Form, bei der sich die Kaninchen nach ein paar Tagen wieder erholen. Die Übertragung kann über den direkten Kontakt mit anderen infizierten Kaninchen oder auch indirekt durch Personen, die den Virus an der Kleidung; Händen oder Schuhen haften haben, durch Insekten und verseuchtes Futter übertragen werden. Gegen diese Erkrankung gibt es keine Behandlung. Die Sterberate liegt bei ungefähr 90 %. Jungtiere bis zu 6 Wochen scheinen gegen diese Krankheit immun zu sein, können jedoch das Virus in sich tragen und weiterverbreiten.
Der einzige Schutz gegen diese Krankheit bietet eine Impfung.


Durchfallerkrankungen

 

Der Kot hat nicht mehr seine typische Kugelform, sondern ist breiig bis flüssig und riecht stark und unangenehm. In schweren Fällen kann Blut dabei sein. Häufig ist das Fell im Bereich um den After und die Hinterläufe mit Kot verklebt. Der Bauch ist aufgebläht. Es kann viele Ursachen haben, wenn das Kaninchen Durchfall hat, z. B. falsches Futter, eine zu schnelle Futterumstellung, zu kaltes Futter oder Wasser, eine Magenverstimmung, die vielleicht durch verunreinigte Einstreu oder Zugluft ausgelöst wurde, Vergiftungen, Viren, Bakterien oder Parasiten.
Entfernen Sie alles Futter, außer Heu, aus dem Käfig und gehen Sie mit ihrem Kaninchen zu einem TA, nehmen Sie am besten etwas von dem Kot mit, damit der Tierarzt eine Kotuntersuchung vornehmen kann. Unbehandelter Durchfall kann, besonders bei noch jungen Tieren schnell zum Tod führen.


Enzephalotozoonose

Enzephalitozoonose wird durch den einzelligen sporenbildenden Parasiten Encephalitozoon cuniculi. Er ist der Hauptverursacher von Head Tilt und anderen neurologischen Störungen, die Lähmungen verursachen. Die Sporen werden mit dem Urin und Kot der erkrankten Tiere ausgeschieden und durch verunreinigte Nahrung wieder aufgenommen. Sie wandern dann über den Verdauungstrakt in den Darmbereich und nisten sich dort in den Zellen ein, um sich zu vermehren. Von dort aus gelangen sie ihn die Blutbahn und infizieren den ganzen Körper des Tieres. Angeblich sind ungefähr 80 % aller Kaninchen mit diesem Erreger behaftet, ohne dass die Krankheit ausbricht. Ist das Immunsystem des Tieres geschwächt, kann es zum Ausbruch der Krankheit kommen. Bei einem akuten Krankheitsverlauf, kommt es zu einer Kopfschiefhaltung, das zentrale Nervensystem ist gestört, so dass sich die Augen unkontrolliert hin und her bewegen, das Kaninchen dreht sich um sich selbst, es fällt einfach um und kann sich nicht mehr alleine aufrichten. Oftmals tritt ein krampfhaftes Rückwärtsbiegen, verursacht durch eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung, des Kopfes auf. Das Kaninchen hat eine Nierenentzündung, die sich in unbändigem Durst und vermehrtem Harnabsatz äußert. Es kommt zu Lähmungserscheinungen. In seltenen Fällen können plötzliche Todesfälle auftreten. Bei der Enzephalitozoonose handelt es sich um eine Erkrankung, die auch auf andere Säugetiere übertragen werden kann. Wenn die Erkrankung frühzeitig und richtig behandelt wird, bestehen gute Chancen auf eine Heilung. Das Kaninchen muss unbedingt sofort zu einem Tierarzt, den nur bei rechtzeitiger Hilfe hat es eine Chance die Krankheit zu überleben.


Fliegenmaden

Gerade im Sommer ist die Gefahr eines Befalls durch Maden, besonders bei kranken oder übergewichtigen Tieren, sehr hoch. Fliegen werden durch den Geruch von Kot angezogen und legen ihre Eier ab. Bevorzugte Stellen sind hierfür der Bereich um den After, besonders wenn das Fell feucht und verklebt ist, das Kaninchen Durchfall hat oder sich aus irgendeinem Grund, wie zum Beispiel weil es übergewichtig oder krank ist, nicht selbst putzen kann. Auch Verletzungen und offene Wunden stellen ein Risiko dar. Wenn die Maden dann schlüpfen, fressen sich in das Innere des Kaninchen. Sie fressen das Kaninchen praktisch von innen heraus auf und scheiden dabei eine toxische Substanz ab. Es kommt zu einem kompletten Versagen der Organe und das Tier stirbt an einem Schock. Kontrollieren Sie daher öfters, ob ihr Kaninchen mit Kot verschmutzt ist.. Bei einem gesunden normalgewichtigen Kaninchen, das sich selbst überall putzen kann, ist die Gefahr eines Befalles gering.
Anzeichen für einen Befall durch Fliegenmaden können Kratzanfälle des Kaninchens in Richtung des Afters sein. Sollten Sie solche Anfälle bemerken, dann untersuchen Sie Ihr Tier sorgfältig dahingehend. Die gefährdeten Stellen sollten regelmäßig kontrolliert werden und die vorhandenen Maden müssen alle entfernt werden. Die offenen Stellen müssen trocken gehalten werden. Suchen Sie sofort einen Tierarzt auf, der kontrolliert, ob alle Maden entfernt wurden und Ihnen bei der weiteren Behandlung des Tieres weiterhilft. Bei einem Madenbefall zählt jede Stunde, da dieser sehr schnell zum Tod des betroffenen Kaninchens führen kann. Es besteht eine akute Lebensgefahr.


Flöhe

Flöhe sind blutsaugende Insekten. Das Flohweibchen legt, nachdem sie Blut gesaugt hat, Eier in die Nester der Kaninchen, aus denen sich dann Larven entwickeln. Unter, für sie günstigen Bedingungen, entwickeln sie sich innerhalb von 3 Wochen zu einer neuen Generation Flöhe, die wiederum Blut saugen. Das Kaninchen ist bei einem Flohbefall stark beunruhigt, hat Juckreiz und aufgrund dessen Entzündungen, Rötungen und Schwellungen rund um die Stichstellen. Flöhe können nachgewiesen werden und müssen mit einem vom Tierarzt verordneten Mittel behandelt werden. Die Umgebung des Tieres muss gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Flöhe können gefährliche Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Myxomatose, übertragen.


Gebärmutterentzündung

Eine Gebärmutterentzündung wird von verschiedenen Bakterien verursacht. Meist kommt es zur Eiterbildung, der als gelblicher Ausfluss aus der Scheide des Kaninchenweibchens austritt. Das Tier muss so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden.



Haarballen

Kaninchen verschlucken bei der Fellpflege Haare, besonders dann wenn sie gerade im Fellwechsel sind. Diese können im Magen oder Darm einen Klumpen bilden und somit die Verdauung blockieren. Dadurch kann es zu einem Darmverschluss kommen, der zum Tod des Kaninchens führen kann. Haarballen werden oft erst bei Röntgenuntersuchungen bemerkt und können dann nur noch operativ entfernt werden. Anzeichen dafür, dass Haare im Magen, bzw. Darm vorhanden sind die sogenannten Kotketten, mit Haaren aneinanderhängende Kotkugeln, und vereinzelt relativ große Kotkugeln, die hauptsächlich aus Haaren bestehen. Anzeichen für einen Haarballen können kleinere und härtere Kotkugeln als normal sein. Das Kaninchen verweigert die Nahrungsaufnahme und ist apathisch. Vorbeugend ist darauf zu achten, dass das Kaninchen ausreichend Heu und rohfaserreiche Nahrung frisst, damit die Haare problemlos wieder ausgeschieden werden können. Gehen Sie in diesem Fall mit Ihrem Tier sofort zum Tierarzt, da eine akute Lebensgefahr besteht.


Hautpilz

Eine Pilzerkrankung kann starke Ähnlichkeit mit den Symptomen eines Parasitenbefalls aufweisen. Das Kaninchen hat vermehrt meist ringförmigen Haarausfall, es bilden sich kahle Stellen im Fell und die darunter liegende Haut ist gerötet, verdickt, rauh, schuppig, entzündet oder es hat sich Schorf gebildet. Das Fell ist struppig. Das Kaninchen kratzt sich vermehrt an diesen Stellen. Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier, aber auch durch Kontakt mit einem infizierten Menschen. Auch eine Ansteckung durch verdorbenes, schimmeliges, feucht gewordenes Heu ist nicht auszuschließen. Meist ist ein Pilzbefall eine Sekundärerkrankung. Eine falsche Ernährung, schlechte Haltungsbedingungen oder andere Erkrankungen ermöglichen es den Pilzen sich anzusiedeln. Eine Pilzerkrankung muss unbedingt von einem Tierarzt behandelt werden, da hierfür auch noch andere Erkrankungen der Auslöser sein können. Pilzerkrankungen sind oft sehr schwer und langwierig in der Behandlung.


Head Tilt, Torticollis oder Schiefhals

Als Head Tilt wird eine Gleichgewichtsstörung bezeichnet, die bei Kaninchen relativ oft vorkommt. Die Ursachen hierfür sind sehr vielfältig. Es kann von einer unbehandelten Mittelohrenentzündung, Tumor, Viren, Parasiten, Schlaganfall, Hirnhautentzündung, Encephalitozoonose, Trauma im Kopfbereich durch Verletzung, Giftsstoffen oder einer fehlerhaften Ernährung (z. B. Vitamin B Mangel) herrühren. Die Erkrankung ist nicht ansteckend, da der Erreger, falls einer vorhanden sein sollte, tief im Inneren des Kaninchens verborgen ist. Der Kopf des Kaninchens ist schief zur Seite geneigt, es hat Gleichgewichtsstörungen, kann seine Gliedmaßen nicht mehr unter Kontrolle halten, dreht sich im Kreis oder fällt einfach um, die Augenbewegungen sind unkontrolliert. Bei schwerer Erkrankung liegt das Kaninchen am Boden und zappelt. Der Zustand des Tieres kann sich sehr schnell verschlechtern. Gehen Sie mit ihrem Tier sofort zu einem Tierarzt, auch wenn es nur leichte Anzeichen dieser Erkrankung. Wird Head Tilt rechtzeitig behandelt stehen die Chancen für eine Heilung recht gut.


Hitzschlag

Kaninchen sind sehr wärmeempfindliche Tiere, die niemals der prallen Sonne ausgesetzt oder an einen extrem warmen Platz gestellt werden sollten, sondern immer einen schattigen und kühlen Platz zum zurückziehen brauchen. Da Kaninchen nicht schwitzen können müssen sie ihren Wärmehaushalt über hecheln ausgleichen. Auch über die Ohren regeln sie ihre Körpertemperatur. Bei einem Hitzschlag beginnt das Tier zu beben und die Atmung ist schnell und flach. Das Kaninchen braucht sofort tierärztliche Hilfe, da ansonsten ein Kreislaufversagen droht. Als erste Hilfe sollten sie es an einen kühlen Ort bringen und ihm zimmerwarmes Wasser zum trinken anbieten. Bereiten sie ihm feuchte Umschläge um den Kopf und um die Hinterläufe. Ohne sofortige Hilfe führt ein Hitzschlag unweigerlich zum Tod des Kaninchens.


Kaninchenschnupfen

Der Kaninchenschnupfen ist eine hochansteckende bakterielle Infektion, die sehr weit verbreitet ist. Meist wird er durch Pasteurellen oder Bortadella-Bakterien ausgelöst. Die Bakterien setzen sich hierbei in den Nasennebenhöhlen des Kaninchens fest und schwächen das Immunsystem. Es gibt bei der Erkrankung einen chronischen und einen akuten Verlauf. Beim chronischen Verlauf hat sich das Kaninchen mit dem Erreger arrangiert und kann mit der Erkrankung leben, solange keine andere Krankheit hinzukommt. Bei einer Erkrankung niest das Kaninchen oft und hat eine feuchte Nase mit Ausfluss. Meist ist das Fell an den Vorderpfoten verklebt, da es sich damit die Nase putzt. Beim akuten Verlauf bricht der Erreger in die Blutbahn ein und legt das Immunsystem völlig lahm. Es kommt zu einer Lungenentzündung, Problemen beim Atmen und zu andauerndem Niesen. In manchen Fällen kommt es zu einer Kopfschiefhaltung und zu Durchfällen. Das Kaninchen mag nicht mehr fressen und trinken, mit der Zeit wird es apathisch und das Fell verliert seinen Glanz und wird struppig. Das Kaninchen muss in beiden Fällen unbedingt sofort zu einem Tierarzt, da ansonsten für das Tier höchste Lebensgefahr besteht.


Kokzidiose

Kokzidiose wird durch einzellige Parasiten, die Kokzidien genannt werden, verursacht. Es wird angenommen, dass annähernd 90% aller Kaninchen davon befallen sind ohne dass die Erkrankung ausbricht. Kokzidiose zählt mit zu dem am weitesten verbreiteten Krankheiten. Die Eier der Kokzidien, die so genannten Oozyten, werden mit dem Kot ausgeschieden und mit der Nahrung oder durch verschmutzte Einstreu aufgenommen. Besonders Jungtiere sind davon stark betroffen, bei ihnen kann ein Ausbruch sehr schnell zum Tod führen. Bei den älteren Tieren hat der Kaninchenkörper mit dem Erreger meist ein Gleichgewicht gebildet, so dass die Krankheit nicht zum Ausbruch kommt. Wenn allerdings Umstände dazu kommen, die das Kaninchen schwächen (starker Stress, eine andere Krankheit, usw.) bricht die Krankheit aus.
Es gibt zwei verschiedene Formen der Kokzidiose.
Darmkokzidiose: Bei der Darmkokzidiose setzen sich die Erreger in der Darmschleimhaut fest. Anzeichen hierfür können Verdauungsstörungen, schleimiger bis blutiger Durchfall, aufgeblähter Bauch, manchmal Verstopfung, Fressunlust, Apathie und ungeformter weicher Kot sein. Die Kokzidien sind durch eine Kotprobe festzustellen. Das Tier muss sofort von einem Tierarzt behandelt werden, da bei einem Kokzidienbefall Lebensgefahr besteht.
Leberkokzidiose: Bei dieser Art der Kokzidiose nistet sich der Erreger in den Gallenwegsgängen ein. Anzeichen hierfür sind Gewichtsverlust, Apathie, Gallenwegsentzündungen, Leberschwellung und eine leichte Gelbsucht. Durchfälle sind bei dieser Form der Kokzidiose selten. Auch hier muss des Kaninchen sofort von einem Tierarzt behandelt werden, da Lebensgefahr besteht.


Läuse

Läuse sind wie Flöhe blutsaugende Insekten, die sich im Fell der Kaninchen einnisten. Bei einem Befall ist das Kaninchen stark beunruhigt und es kommt zu einem Blutentzug. Das Tier hat Juckreiz und im Bereich der befallenen Stellen Entzündungen, Rötungen und Ekzeme. Es kommt zu Appetitlosigkeit und Abmagerung. Das Kaninchen hat Haarausfall. Die Eier der Läuse kann man mit Hilfe einer Lupe im Fell des Kaninchens nachweisen. Es muss so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden und die Umgebung ist gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Läuse können gefährliche Infektionserkrankungen, wie zum Beispiel Myxomatose, übertragen.



Leberverfettung

Zu einer Leberverfettung kommt es in den meisten Fällen durch eine falsche, einseitige Ernährung mit Fertigfutter und dadurch bedingte Stoffwechselstörungen. Bei einer starken Leberverfettung kann man eine Gelbfärbung der Augen und der Mundschleimhaut erkennen. Das Kaninchen ist apathisch, verlieren an Gewicht und haben Blutarmut. Das Kaninchen muss dringendst von einem Tierarzt behandelt und die Fütterung umgestellt werden, da es ansonsten zu einem Leberversagen führen kann.


Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung ist oft eine Folgeerscheinung bei Kaninchenschnupfen. Das Kaninchen ist apathisch, frisst schlecht, es kommt zu einem Gewichtsverlust. Das Tier hat Probleme beim Atmen. Das Kaninchen muss sofort von einem Tierarzt behandelt werden, da hierbei Lebensgefahr besteht.


Milben

Bei Milben handelt sich um Parasiten, die entweder auf der Haut, im Fell, oder unter der Haut des Kaninchens leben. Das Kaninchen hat vermehrt Haarausfall, es bilden sich kahle Stellen im Fell und die darunter liegende Haut ist gerötet, rauh, schuppig, entzündet oder es hat sich Schorf gebildet. Das Fell ist struppig. Das Kaninchen kratzt sich vermehrt an diesen Stellen bis hin zur Selbstverstümmelung. Es gibt verschiedene Arten, die zu unterscheiden sind:
Fellmilben: Fellmilben können sowohl den Menschen, wie auch andere Tierarten befallen und eine juckende Hauterkrankung auslösen. Sie leben im Fell des Kaninchens und können dort, bei einem gesunden Kaninchen, ohne sichtbare Anzeichen vorhanden sein. Gefunden wird sie hauptsächlich auf dem Rücken und dem Bauch des Kaninchens. Sie verursacht Schuppen, seborrhoische Wunden (Wunden durch abnormal erhöhte Absonderung von fettigen Stoffen) und Juckreiz. Außerdem können sie eine Überempfindlichkeitsreaktion auslösen.
Ohrmilben: Ohrmilben, werden, wie der Name schon sagt, hauptsächlich an den Ohren gefunden. Wird aber nicht gegen sie Behandelt, ist es nicht selten, dass sie sich über den ganzen Körper ausbreiten. Der Schleim und die fäkalen Stoffe, welche die Ohrmilbe ausscheidet führen zu einer Entzündung der Haut, die dazu führt, dass sich das Kaninchen kratzt. Mit dem Blut, das aus diesen Wunden dann austritt ernähren sich die Parasiten. Anzeichen hierfür sind, außer den schon oben genannten, ein vermehrtes Kopfschütteln.
Raubmilben: Raubmilben verbreiten sich sehr schnell von einem Tier zum anderen, auch können sie auf andere Tierarten, wie Hunde und Katzen, sowie auf den Mensch übertragen werden und Hauterkrankungen hervorrufen. Raubmilben leben auf/in der Haut des Kaninchens. Die Weibchen graben Tunnel in die Haut, in die sie dann ihre Eier ablegen. Die Wunden erscheinen zuerst an den Lippen und an der Nase, später rund um den Kopf, dem Genick und manchmal um den Genitalbereich. Oft kann man die Absonderungen eines wässrigen Stoffes, welche sich zu Krusten formen, wenn sie getrocknet sind, beobachten. Selbstverstümmelung führt zu Wunden und nachfolgend zu bakteriellen Entzündungen.
Wenn dieser Befall nicht behandelt wird, kann es zum Tod des Kaninchens führen.


Myxomatose

Myxomatose oder auch Kaninchenpest ist eine Viruserkrankung. Das Virus kann über verseuchtes Futter, Körperkontakt zu erkrankten Kaninchen oder Menschen, die den Virus an sich haften haben und Stechmücken übertragen werden. Das Virus ist hochansteckend und führt in den meisten Fällen zum Tod des Kaninchens. Bei einer Ansteckung und einem akuten Verlauf schwellen zuerst die Augenlider an und es kommt zu einer Bindehautentzündung, wobei die Kaninchen sehr empfindlich auf Licht reagieren. Danach treten weiche Schwellungen an de Lippen, der Nase, den Ohren und im After- und Genitalbereich auf. Das Kaninchen ist benommen und mag keine Nahrung mehr aufnehmen. Ungefähr 10 Tage nach Ausbruch der ersten Krankheitsanzeichen tritt der Tod ein. Bei dem chronischen Verlauf der Erkrankung sind die Symptome schwächer und es treten nur ein paar Pusteln an der Nase, den Ohren und im Genitalbereich auf. Bei diesem Verlauf ist es möglich, dass sich das Kaninchen wieder erholt und gesund wird. Obwohl es keine wirksame Behandlungsmethode für Myxomatose gibt, sollte doch umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Schutz bietet eine Impfung.



Ohrenentzündung

Bei Ohrenentzündungen entscheidet man zwischen Entzündungen der äußeren und der inneren Gehörgänge.
Äußerer Gehörgang: Meist Entzündungen durch Milben oder Pilzbefall mit Beteiligung von Bakterien. Anzeichen hierfür sind häufiges Kopfschütteln und Kratzen an den Ohren, Pustelbildung und borkige Stellen. Wenn diese Entzündungen nicht behandelt werden, können sie sich weiter in Richtung Innenohr ausdehnen.
Mittel- und Innenohr: Mittel- und Innenohrentzündungen werden meist durch Bakterien verursacht. Bei Schnupfenerkrankungen können die Bakterien über die Ohrtrompete in den Gehörgang wandern und eiterige Entzündungen verursachen. Es kommt zu einer leichten Kopfschiefhaltung. Wenn das Innenohr mit betroffen ist kommt es zu Störungen des Gleichgewichtssinns, wobei sich die Kaninchen überschlagen und sich nicht mehr koordiniert bewegen können.
In beiden Fällen muss das Kaninchen so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden.


Pasteurellose

Pasteurellose wird durch Pasteurellen-Bakterien verursacht und kann sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen. Meist äußert sie sich in Form des Kaninchenschnupfens, aber auch durch Pasteurellen verursachte eitrigen Augenentzündungen, eitrige Gebärmutterentzündungen, eitrige Ohrenentzündungen, Head Tilt und Entzündungen, die zu Abszessen führen können, sind Formen der Pasteurellose. In allen Fällen muss das Kaninchen umgehend von einem Tierarzt behandelt werden, da dadurch Lebensgefahr bestehen kann.


Staphylokokkose

Staphylokokkose wird durch Staphylokokken-Bakterien verursacht und kann sich, ebenso wie die Pasteurellose, auf verschiedene Arten bemerkbar machen.
Akute Allgemeininfektion: Das Kaninchen ist apathisch, hat keinen Appetit, es kommt zu eitrigen Augenentzündungen. Das Kaninchen muss sofort behandelt werden, da akute Lebensgefahr besteht.
Chronische Allgemeininfektion: Hierbei werden die Organe (Lunge, Leber, Gebärmutter) des Kaninchens befallen und je nach Organ zeigen sich die dafür typische Symptome.
Eitrige Hautentzündungen: Es entsteht eine Pustelbildung in der Haut
Eitrige Lymphknotenentzündung: Die Halslymphknoten sind angeschwollen und stark vergrößert, zum Teil bilden sich Abszesse.
Gelenkentzündung: Die Gelenke sind angeschwollen und schmerzen. Das Kaninchen hat eine deutlich sichtbare Bewegungsstörung.
Zahnfachentzündung: Der Kiefer ist stark verdickt und der Knochen entzündet.
Außerdem verursachen sie eitrige Ohrenentzündungen, Schnupfen, Abszesse und Gebärmutterentzündungen.
In allen Fällen muss das Kaninchen von einem Tierarzt behandelt werden, da bei einer Infektion erhöhte Lebensgefahr bestehen kann.



Tränende Augen

Tränende Augen können viele Ursachen haben. Möglich sind eine, durch Zugluft bedingte, Augenentzündung, Allergie, ein Fremdkörper im Auge, eine Augenverletzung, Schnupfen, eine Zahnwurzelentzündung oder ein Abszess. Tränende Augen bitte nicht selbst behandeln, sondern einen Tierarzt aufsuchen, da sich dahinter schwerwiegendere Erkrankungen verbergen können.


Trommelsucht oder Magenüberladung

Bei Trommelsucht oder Magenüberladung handelt es sich um eine Störung des Verdauungssystems, welches durch Fehlgärungen ausgelöst wird. Meist entstehen diese Gärungen durch zu viel stärkehaltigem Trockenfutter oder durch blähendes oder angefaultes Frischfutter. Aber auch eine zu schnelle Futterumstellung oder eine Infektionskrankheit kann der Auslöser sein. Das Kaninchen setzt keinen Kot mehr ab. Meist hört es auf Nahrung auf zu nehmen. Der Bauch ist hart und aufgebläht. Das Kaninchen ist unruhig und will weder sitzen, liegen noch stehen. Der Magen wird durch Gärung aufgetrieben und drückt auf Herz und Lunge, was zu Atemnot und Kreislaufschwäche führt. Im allerschlimmsten Fall kann die Magenwand aufreißen. Das Kaninchen hat hierbei sehr starke Schmerzen und knirscht mit den Zähnen. Das Kaninchen muss sofort von einem Tierarzt behandelt werden, da hierbei akute Lebensgefahr besteht.


Würmer

Kaninchen können von verschiedenen Arten Würmern befallen werden, die sich im Dickdarm oder Dünndarm einnisten. Die Eier der Würmer werden meist mit der Nahrung aufgenommen und entwickeln sich im Darm zu ausgewachsenen Würmern, diese legen wieder Eier, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Bei einem leichten Befall kommt es zu keinen Krankheitsanzeichen. Starker Befall äußert sich Abmagerung und Durchfall, aber auch Verstopfung ist möglich. Das Kaninchen muss von einem Tierarzt behandelt werden, der mit Hilfe einer parasitologischen Kotuntersuchung die Art der Würmer feststellen kann.


Wunde Läufe

Wunde Läufe können durch Haltungs- und Fütterungsfehler verursacht werden. Besonders bei schwergewichtigen Kaninchen kommt es häufig zu einer Entstehung, aber auch harte rissige Böden, feuchte Einstreu, scharfe Reinigungs- oder Desinfektionsmittel oder allergische Reaktionen können eine Entzündung der Sohlenhaut hervorrufen. An der Unterseite der Hinterläufe bilden sich nässende Wunden, die zum Teil auch eitern. Das Kaninchen hat Schmerzen und bewegt sich kaum. In der Einstreu oder auf dem Boden sind oft kleine Blutreste erkennbar. Das Tier muss so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden.


Zahnfehlstellung

Die Zähne des Kaninchens wachsen ein Leben lang und müssen daher durch gegeneinander mahlen abgenutzt werden. Wenn dies durch eine falsche Ernährung oder einer angeborenen Fehlstellung der Zähne nicht möglich ist, wachsen die Zähne immer weiter und können dabei den Mundraum und die Zunge des Kaninchens verletzen, was zu schweren Entzündungen führen kann. Im schlimmsten Fall wachsen die Zähne in den Kiefer. Dies alles ist sehr schmerzhaft und hindert das Tier daran Nahrung aufzunehmen. Anzeichen für eine Zahnfehlstellung sind, dass das Kaninchen scheinbar leer kaut, sabbert und das Fell um das Schnäuzchen und den Brustbereich nass ist, das Kaninchen frisst langsamer oder fast gar nichts. Die Zähne müssen regelmäßig kontrolliert werden und eventuell von einem Tierarzt abgeschliffen werden. Zahnfehlstellungen müssen unbedingt regelmäßig von einem Tierarzt behandelt werden, da das Kaninchen ansonsten keine Nahrung mehr aufnehmen kann und verhungert.


Zecken

Zecken sind blutsaugende Parasiten, die sich in die Haut des Tieres festbeißen. Nach dem Vollsaugen fallen sie wieder ab. Bei einem starken Befall kann es zu Blutarmut und Schwäche das Kaninchens kommen. Die Zecken können vom Kaninchenkörper abgesammelt werden, allerdings ist dabei darauf zu achten, dass bei der Drehbewegung auch der Kopf der Zecke vollständig entfernt wird, da es ansonsten zu schweren Entzündungen kommen kann. Hierfür sind im Handel Zeckenzangen erhältlich. Zecken können verschiedene Infektionserkrankungen, wie zum Beispiel Myxomatose, übertragen.